Installation

wortgewaltig

Installation
Iris Kamlah | Anne-Bärbel Ottenschläger

ca. 500 x 70 cm, Papierband, 2024

Betrachtet man den Ausstellungstitel „GROSS denken“ im eigentlichen Wortsinn, liegt der gedankliche Brückenschlag zu den „großen Denkern“ nicht fern. Anne-Bärbel Ottenschläger und Iris Kamlah sinnierten daher zunächst über große Denker, über Schriftsteller, Autoren und Philosophen, die mit Zitaten und Sprüchen eine reichhaltige Sammlung großer Gedanken und bedeutender Worte liefern. Die Beschäftigung mit großen Worten im Sinne von bedeutenden Worten führte sie schließlich zu dem Unwort des Jahres, das seit 1991 von der Gesellschaft für deutsche Sprache e.V., ab 1994 von einer Jury der Initiative „Unwort-Aktion“ jährlich gekürt wird. Der Begriff Unwort stammt aus dem Bereich der Sprachkritik und wird als „unschönes“ oder „unerwünschtes“ Wort betitelt. Die Jury möchte mit der Auswahl das allgemeine Sprachbewusstsein schärfen und zur „sprachkritischen Reflexion anregen“ (Wikipedia und www.unwortdesjahres.net).

In Anlehnung an die Idee, dass die Bevölkerung Vorschläge zum Unwort des Jahres einreichen kann, sind alle Besucher*innen der Ausstellung eingeladen, ihr eigenes Unwort des Jahres 2024 auf das Papierband zu schreiben und somit die Sammlung mit eigens ausgedachten Wortkreationen kreativ zu ergänzen. Transformation durch Interaktion – groß gedacht!

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In bester Gesellschaft?

W H A T ’ S B E S T ?
Trautes Heim – Glück allein?

3-teilige Objekt-Installation
Iris Kamlah | Gloria Keller

Objekt 1 – Gloria Keller
Wärmflasche, Metall, 31 x 21 x 13 cm, 2023

Objekt 2 – Iris Kamlah
Socken, Textil, Holz, 25 x 18 x 22 cm, 2023

Wandprojektion
Vierzeilige Strophe aus dem Gedicht
„In trauter Verborgenheit“ von Wilhelm Busch

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In bester Gesellschaft?

Boden-Installation
Iris Kamlah | Anne-Bärbel Ottenschläger

140 x 140 x 40 cm, Metall, Pappe, Styropor, 2020

Die Installation „In bester Gesellschaft?“ thematisiert gesellschaftliche Reflexion, Blickwinkel, Individualität, Perspektive und Positionierung. Die glänzenden Punkte symbolisieren kleine runde Spiegel, die nicht nur das Sonnenlicht, sondern verschwommen auch unser Antlitz und / oder Ausschnitte unserer Umgebung reflektieren. Fragil, in ständiger Bewegungsbereitschaft und dennoch fest im Boden verankert präsentiert sich dem Betrachter ein lebendig wirkendes „Spiegel-Bild““. Die Silberscheiben sind formal und optisch zwar alle nahezu identisch, nicht jedoch die Menschen, die hineinblicken. Denn so individuell und einzigartig jeder Mensch ist, so viele verschiedene Charaktere und damit auch Lebensentwürfe spiegeln sich in den Oberflächen. Jeder einzelne Silberpunkt steht für die vielfältig wahrgenommenen Facetten eines individuellen Augenblicks und die Einmaligkeit des Individuums in einer doch eher uniform wirkenden Gesellschaft. Ein neuer Blickwinkel ändert die Perspektive. Ein Perspektivenwechsel beeinflusst oft festgefahrene Meinungsbilder. Und Selbstreflexion bewirkt einen Richtungswechsel auf dem persönlichen Lebensweg.
Jeder Punkt eine Fokussierung. Jeder Punkt gleichzeitig ein Ping und ein Pong.

Foto © Anna Maria Letsch

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S C H U T Z R Ä U M E

Dreiteilige Objekt-Installation
je 130 x 30 x 30 cm
Ausstellung „Alles in Ordnung?“
Orgelfabrik Durlach, Oktober 2017

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Foto © Anna Maria Letsch

S C H U T Z R A U M   I  –  Schutz des persönlichen Wohnraumes

S C H U T Z R A U M   II  –  Schutz der privaten Kommunikation

S C H U T Z R A U M III – Schutz der Gedankenfreiheit, Träume und Fantasie

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G o t t e s  H a u s  i n  d e r  S t a d t

Eine künstlerische Raumintervention in 3 Phasen
Vérok Gnos I Jutta Hieret I Iris Kamlah I Gloria Keller
12. Juni – 27. November 2016
Ausstellung zum 200-jährigen Jubiläum der Ev. Stadtkirche Karlsruhe
www.stadtkirche-karlsruhe.de

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Vom leisen Verschwinden

Mehrteilige Objekt-Installation
Iris Kamlah und Gloria Keller
Ausstellung „FRAGMENT“, GEDOK Künstlerinnenforum Karlsruhe
Juli 2016

In der Objekt-Installation Vom leisen Verschwinden von Gloria Keller und Iris Kamlah trifft der Betrachter auf geschredderte  Buchseiten als Fragmente des realen und gedruckten Buches.

Auf der schwarz gestalteten Leinwand von Iris Kamlah prangt ein großer fiktiver Strichcode, zusammengesetzt aus einzelnen, schmalen Papierstreifen eines geschredderten Buches. Dieser Code verweist auf unseren von der Elektronik bestimmten Alltag, in dem das gedruckte Buch mehr und mehr verschwindet und E-Books, Hörbücher oder Online-Zeitungen zunehmend Platz gewinnen.

Vor der Leinwand setzen sich die Plexiglas-Objekte von Gloria Keller in den Raum fort. Auch diese Glasbehälter beinhalten Papierfragmente in Form geschredderter Buchseiten. Das gedruckte Wort präsentiert sich hier symbolisch „gefangen“, zwar optisch präsent, doch – da vom Kasten umschlossen – gleichermaßen isoliert von seiner Umgebung. Zur Raummitte hin stetig flacher werdend, scheinen die gläsernen Quader zunehmend im Boden zu verschwinden.

Den Schlusspunkt bildet ein aufgeklappter Buchdeckel. Ohne Buchseiten, quasi „inhaltslos“, steht auch er für ein Relikt vergangener Zeiten.

Ist das gedruckte Buch ein Auslaufmodell einer veränderten Lesekultur?

Mit Vom leisen Verschwinden werfen die Künstlerinnen aktuelle Fragen zur heutigen Lesekultur auf und regen zur Diskussion an.